Die Sehnsucht, die aus dem Gefühl des Zukurzgekommenseins erwächst, verhindert das Erkennen der tiefer liegenden seelischen Verletzung, die verantwortlich ist für dieses Bedürfnis. Dieser nie enden werdende Kreislauf kann nur unterbrochen werden, wenn man bereit dazu ist, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, weshalb man überhaupt ein auf sich bezogenes Ungerechtigkeitsempfinden entwickelt hat. Solange diese Bereitschaft nicht vorhanden ist, wird jegliches Begehren als Scheinlösung kurzfristig zwar Linderung verschaffen, auf lange Sicht aber nichts grundlegend verändern. Wenn man sogar die blosse Existenz einer tiefer liegenden Problematik von sich weist, ist eine Auseinandersetzung nicht mehr möglich.